Karriere beim Raiffeisenverband: Lehrlingsinterview mit Anna

Die sympathische Salzburgerin Anna befindet sich im 3. Lehrjahr zur Bankkauffrau beim Raiffeisenverband Salzburg. Der Kundenkontakt und das Interesse am Umgang mit Geld waren Gründe für ihre Jobwahl.

2016 hat sich Anna dazu entschlossen eine Lehre zur Bankkauffrau zu starten und hat die Entscheidung bis heute nicht bereut. Wir treffen sie in der Bankfiliale in der Vogelweiderstrasse und fragen sie über ihre täglichen Aufgaben in der Filiale sowie ihre Ausbildung und Kollegen aus.

Viele beneiden dich bestimmt, dass du viel mit Geld zu tun hast. Hat sich dein Zugang zum Geld verändert?

Anna: Definitiv! Man bekommt eine komplett andere Sichtweise. Privat sind für mich 50 Euro schon sehr viel wert und ich weiß es zu schätzen. In der Bank arbeite ich mit viel Geld und wenn ich einen Stoß mit 500 Euro Scheinen in der Hand halte, dann ist dies für mich ein Arbeitsinstrument und nichts Besonderes mehr. Geld war schon als Kind, wenn wir beim Weltspartag in die Bank gegangen sind, ein Thema.

Du hast jetzt noch ein Jahr vor dir, dann kannst du die Berufsschule hinter dir lassen. Welche Fächer musst du als angehende Bankkauffrau absolvieren?

Anna: In der Berufsschule haben wir BWL, Buchhaltung, Rechnungswesen, berufsbezogenes Englisch und Fächer wie Fachpraktikum, bei welchem wir zum Beispiel Kundengespräche üben. Ich kann nur positives über die Schule berichten aber dennoch freue ich mich, wenn ich nach der Lehrzeit in einer Filiale bin. Ich habe die Praxis lieber als die Theorie.

Wie ist die Lehrzeit bei der Raiffeisenbank aufgebaut?

Anna: Es sind gesamt 3 Lehrjahre mit 10 Wochen Berufsschule in Zell am See. Pro Lehrjahr wechselt man einmal in eine andere Filiale oder intern in eine andere Abteilung. Lehrlinge können hier in unterschiedliche Bereiche, wie zum Beispiel die Wertpapier-Abteilung oder die Personalabteilung schnuppern.

Warum hast du dich für die Lehre der Bankkauffrau bei der Raiffeisenbank entschieden?

Anna: Der Hauptgrund war für mich auf jeden Fall der Kundenkontakt. Ich arbeite gerne mit Menschen und da ich in der Schulzeit schon einmal in der Bank schnuppern durfte, wusste ich bereits ein bisschen worauf ich mich einlasse und das der Mensch eine zentrale Rolle spielt. Von Freunden und auch von der Familie habe ich erfahren, dass die Raiffeisenbank viele Weiterbildungsmöglichkeiten bietet und dies war mitunter ausschlaggebend, dass ich bei dieser Bank meine Lehre starten wollte.

Kannst du selbst entscheiden wie du deine Schwerpunkte in der Lehre legst, also auf welche Arbeitsbereiche du dich spezialisieren möchtest?

Anna: Meistens ja. Einmal im Jahr hat man ein Gespräch mit dem Personalleiter und dort findet man heraus was einem liegt und wo die Stärken und  Interessen liegen. Es wird sehr darauf geachtet, dass jeder in dem Bereich, in welchen er hineinschnuppern möchte einen Platz bekommt. Im ersten Lehrjahr hab ich zum Beispiel hauptsächlich Schalter gemacht. Darunter fallen unter anderem die Kassatätigkeiten. Im zweiten Lehrjahr hab ich mich mehr auf Vertriebsassistenz spezialisiert. Ich unterstütze die Berater bei ihren Tätigkeiten und vereinbare Termine.

Wie war es für dich, dass erste Mal mit Kunden zu tun zu haben?

Anna: Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch und daher ist es mir nicht so schwer gefallen auf die Kunden in der Bank zuzugehen. Zu Beginn hat man von den Abläufen in der Bank noch nicht so viel Ahnung, da dauert es natürlich bis man sich zurecht findet und den Kunden alleine bedienen kann. Trotzdem hat es mir von Anfang an Spaß gemacht und ich möchte auch weiterhin mit Kunden zu tun haben.

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Mit einem Lächeln auf dem Gesicht begrüßt Anna die Kunden und steht ihnen täglich mit Rat und Tat zur Seite.

Andrea Dockter

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten muss man mitbringen, wenn man als Bankkauffrau/Bankkaufmann tätig sein möchte?

Anna: Wichtig ist auf alle Fälle ein gepflegtes Auftreten, Freundlichkeit, Offenheit und Höflichkeit gegenüber den Kunden.

„Gepflegtes Auftreten“ ist ein gutes Stichwort. Wie ist es für dich täglich mit Blazer und Co zur Arbeit zu kommen?

Anna: Für  mich gehört diese Kleidung schon zum Alltag. Mit einer Bank verbindet man ein seriöses Auftreten, daher finde ich es überhaupt nicht schlimm mit Blazer und Bluse in die Arbeit zu kommen. Während der Arbeitszeit gehört das elegante Outfit dazu, privat trage ich schon etwas anderes.

Wären dir Jeans und T-Shirts nicht manchmal lieber?

Anna: Wenn ich als Kunde in eine Bank komme und ich würde mich dort mit zerrissenen Jeans und Top stehen sehen, dann hätte ich nicht das Gefühl, dass mein Geld dort so gut aufgehoben ist beziehungsweise wirkt es nicht so seriös. Das wäre ein Bild, welches man nicht mit einer Bank verbindet.

Worauf freust du dich am meisten, wenn es am Montag ab in die Arbeit geht?

Anna: Da fallen mir zwei Dinge ein. Zum einen meine Kollegen und zum anderen die Kunden. Es gibt Kunden die jeden Tag in unsere Filiale kommen oder mehrmals im Monat und auf die freut man sich dann schon besonders. Die Stammkunden kennt man dann schon und wenn sie kommen, dann spricht man auch ein bisschen mit ihnen. Wenn ich am Montagmorgen weiß, dass ich die Kunden wieder bedienen kann und ihnen helfen darf, dann freue ich mich schon auf die Arbeit.

Wie gehst du mit dem Risiko eines Banküberfalls oder Trickbetrüger um?

Anna: Ein Risiko ist natürlich da, doch wir bekommen Schulungen und wissen genau was in diversen Situationen zu tun ist.

Ist dir ein gutes kollegiales Umfeld am Arbeitsplatz wichtig?

Anna: Ich liebe die Arbeit mit Menschen und mir ist der Zusammenhalt im Team besonders wichtig. Ich weiß genau, dass ich mich zu 100% auf meine Kollegen und Kolleginnen verlassen kann. Wir verstehen uns gut und das Klima passt.

Wenn du einen Wunsch frei hättest, welchen dir das Unternehmen erfüllen würde, welcher wäre dies?

Anna: Was nicht schlecht wäre, wäre die Einführung der Gleitzeit. Das haben wir leider nicht.

Gibt es einen lustigen Moment aus den letzten 2 Jahren, an welchen du dich gerne erinnerst?

Anna: Es gibt eigentlich täglich viele lustige Momente mit den Kollegen und Kunden. Ganz besonders erinnere ich mich an die 2. Klasse in der Berufsschule, in welcher fast alle vom Raiffeisen Verband mit ausgezeichneten Erfolg abgeschlossen haben. Danach sind wir ein bisschen feiern gegangen, so wie es sich gehört.

Vielen Dank an Anna, die uns im Zuge der Lehrlingsoffensive auf SALZBURG24 einen spannenden Einblick in ihren Arbeitsalltag gegeben hat. Du möchtest mehr über die Karrieremöglichkeiten bei Raiffeisen erfahren? Hier findest du mehr Informationen zur Lehrlingsausbildung.

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