Verschwörung oder Wahrheit? Verschwörungstheorien im Detail

Wer kennt es nicht? Wir werden regelrecht überflutet mit Informationen. Fakten und Vermutungen verschwimmen im Internet zu einer großen Suppe. Die Medien haben die Aufgabe, die Wahrheit herauszufiltern und an die Leser weiter zu geben. Damit tragen sie große Verantwortung, denn sie sind oft nicht nur Informationsverbreiter, sondern auch Meinungsmacher. In den folgenden Kapiteln berichten wir über Themen, die sonst nur selten in den Massenmedien aufgegriffen werden – Verschwörungstheorien. Was ist eine Verschwörung, wann beginnt sie und wann ist es Aufklärung? Diese Fragen versuchen wir zu beantworten – mit dem Ziel, euch daran zu erinnern, nicht alles einfach zu schlucken, was euch vorgesetzt wird. Seien es sogenannte Verschwörungstheorien oder vermeintlich banale, aktuelle weltpolitische Nachrichten.

Bevor wir mit der Vorstellung der für uns spannendsten Verschwörungstheorien beginnen, wollen wir euch ein Interview mit Robert Stein zeigen. Seine Aussagen, Vorträge und Videos im Bereich der Grenzwissenschaften sind in Deutschland teilweise sehr umstritten. Kritiker nennen ihn einen Verschwörungstheoretiker, er selbst bezeichnet sich lieber als „Aufklärungspraktiker“. Wir haben mit ihm über Außerirdische (3.13), Geheimbünde (9.09.), die Ukraine-Krise (14.14), die Selbstverantwortung als Medienkonsument sowie die Frage nach der Wahrheit (18.30), die Mondlandung (23.23), die Ermordung von John F. Kennedy (25.05) und das aktuelle Weltbild (29.44) gesprochen.

„Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.“ Voltaire
Interview mit Robert Stein

Die Macht der GeheimbündeWarum die Welt so ist, wie sie ist

Wer oder was regiert die Welt wirklich? Haben die Mächtigen der Regierungen wirklich so viel zu sagen, oder entscheiden ganz andere Mächte? Fragen, die sich wohl fast jeder von uns, der an der aktuellen Politik zweifelt, schon gestellt hat. Bei der „Suche nach der Wahrheit“ stößt man dabei immer wieder auf sogenannte Geheimbünde, die die Welt lenken und steuern sollen. Was ist dran an den Gerüchten? Gibt es sie wirklich? Diese Fragen wollen wir hier beantworten. Aber zuerst müssen wir übers Geld reden.

Geld regiert die Welt

Das Streben nach Wohlstand, Besitztümern und Macht als vermeintlicher Sinn des Lebens, das einem Glück und Zufriedenheit bescheren soll, scheint regelrecht in unsere Köpfe infiziert worden zu sein. Der Mensch ist zu einem Wesen geworden, das mit dem, was es hat, nicht mehr zufrieden ist. Es will immer mehr – vor allem aber mehr, als die anderen haben. Ist das Geld da, wird „investiert“. Dabei wird aber nur selten etwas gekauft, das tatsächlich benötigt oder gebraucht wird, gekauft wird Status, Anerkennung und nicht zuletzt Macht. Macht vor allem denjenigen gegenüber, die weniger Geld und Besitztümer haben.

Alleine im Bundesland Salzburg leben laut Salzburger Armutskonferenz rund 30.000 Menschen in manifester Armut. Das heißt, sie haben zu wenig Geld, um ihre Grundbedürfnisse wie Kleidung, Nahrung, Wohnung, Gesundheit zu befriedigen. Österreichweit ist eine halbe Million Menschen von Armut betroffen und nach Angaben der Weltbank haben 50 Prozent der Weltbevölkerung weniger als zwei Dollar (1,47 Euro) pro Tag zur Verfügung und gelten damit als extrem arm. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Während Arme immer ärmer werden, wächst der Reichtum der Reichen stetig an. Alleine in Österreich ist das Vermögen der Millionäre im letzten Jahr um sieben Prozent gestiegen – und es vermehrt sich nach einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer dreimal so schnell wie jenes der restlichen Bevölkerung! Mit einem gerechten Weltwirtschaftssystem hat das schon lange nichts mehr zu tun. Das ist uns allen klar.

„Da wo das Geld ist, da ist auch die Ursache für die ganzen Probleme zu suchen“, ist sich etwa Robert Stein, Journalist im Bereich der Grenzwissenschaften, sicher. Die gesamte Weltbevölkerung, und das sind immerhin 7,2 Milliarden, werde von einer Elite, bestehend aus wenigen Tausend Menschen, die größtenteils noch miteinander verwandt sind, kontrolliert und gesteuert.

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Vereinfachte Darstellung der Illuminati-Pyramide, die von Verschwörern immer wieder verwendet wird.

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Mit dieser Meinung ist Stein nicht alleine. So wird immer wieder über bisher unbekannte Verwandtschaften amerikanischer Präsidenten berichtet. Die New England Historic Genealogical Society fand etwa heraus, dass Barack Obama und George W. Bush entfernte Vettern sind.

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Obama und Bush mit den gleichen Machenschaften?

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Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass Georg W. Bush mit insgesamt 16 der 43 US-Präsidenten verwandt ist. Darunter befinden sich zum Beispiel neben seinem Vater Georg H.W. Bush Franklin Roosevelt, Gerald Ford, Theodore Roosevelt, Abraham Lincoln oder auch Richard Nixon. Aber auch Verwandtschaften der US-Präsidenten mit dem königlichen Haus von Großbritannien sind nachgewiesen.

Die Durchsicht verschiedener im Internet kursierender Stammbäume der US-Präsidenten zeigt, es wird untereinander geheiratet und die Macht wird untereinander weitergegeben. Da drängt sich die Frage auf:

Will sich die Elite denn etwa nicht mit dem Pöbel mischen?

Verschwörungstheorien rund um Geheimbünde, allen voran die Illuminaten, haben schon immer die Fantasie der Menschen angeregt. Aber was ist da wirklich dran? Im Folgenden wollen wir euch einen Überblick über die bekanntesten Geheimgesellschaft der Welt geben.

Die Bilderberg-Gruppe

Sie sind das Who’ s who der Mächtigen, steuern die Weltpolitik und installieren Regierungschefs: Die Bilderberger sind eine Gruppe einflussreicher Personen aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel, die sich einmal im Jahr bei den sogenannten Bilderberg-Konferenzen treffen. Das erste Treffen der Bilderberg-Gruppe fand im Mai 1954 auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande in dessen Hotel de Bilderberg statt. Der Name Bilderberg wurde vom ersten Tagungsort übernommen.

Die Treffen sind informell und dauern drei Tag lang. Tagesordnungspunkte und Teilnehmerlisten werden den Medien nach der Konferenz zur Verfügung gestellt. Ergebnisse oder Vereinbarungen werden streng geheim gehalten und nicht der Öffentlichkeit preisgegeben – was verwundert, da dort auch hochrangige Medienvertreter geladen sind. Regelmäßige Gäste der Bilderberg-Konferenzen aus Österreich sind etwa Bundeskanzler Werner Faymann oder Standard-Herausgeber Oscar Bronner. In diesem Zusammenhang interesstant, ist ein Artikel des Standard aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „Warum wird nie über Bilderberg berichtet„. Mit dabei waren auch schon Bundespräsident Heinz Fischer oder Altbundeskanzler Franz Vranitzky. HIER gibt’s die komplette Liste der Teilnehmer.

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Ein Demonstrant in Kopenhagen.

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Das letzte Treffen fand erst kürzlich, am 29. Mai, im dänischen Kopenhagen statt. Was die 140 internationalen Führungskräften dort besprochen und vereinbart haben, weiß bis heute niemand. Das absolute Stillschweigen über die Gespräche nährt Verschwörungstheorien, wonach die Bilderberger eine Art „Weltherrschaft“ anstreben und eine neue Weltordnung begründen wollten.

Die Freimaurer

Rund fünf Millionen Menschen weltweit gehören diesem Geheimbund an. Damit sind die Freimaurer – die nach sogenannten Logen organisiert sind – die größte und wohl berühmteste Geheimgesellschaft der Welt. Die erste Loge der Freimaurer wurde im Jahr 1723 in Postboy in England öffentlich beworben, 1737 wurde auch in Deutschland eine eigene Freimaurer-Loge gegründet. In Österreich begann die Freimaurerei im Jahr 1742.

Die Freimaurer verstehen sich selbst als ethnischen Bund freier Menschen mit Überzeugung. Ihre Grundideale sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Berühmte Freimaurer sind etwa: US-Präsident George Washington, Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Komponist Wolfgang Amadeus Mozart. Bekannte österreichische Freimaurer und Politiker des späten 20. Jahrhunderts waren der ehemalige Bundeskanzler Fred Sinowatz und der frühere Wiener Bürgermeister Helmut Zilk.

Wenn irgendwo auf der Erde schnelle und unbürokratische Hilfe zuverlässig erfolgen muss, kann man dazu die Hilfe und Unterstützung der Freimaurerlogen in Anspruch nehmen. Ronald Reagan

Die Freimaurer sind heute international vernetzt und sollen sich mittels eigener Gesten, Handzeichen und Ausdrucksweisen verständigen. Die Hand am Hals oder etwas unterhalb des Halses gilt als allgemeines Logenzeichen.

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Der Meister-Händegruß der Freimaurer.

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Als Freimaurer-Zeichen immer wieder diskutiert wird auch eine eigene Form des Händeschüttelns. Dabei wir der Daumen auf den Knöchel des Zeigefingers seines Gegenübers gedrückt – der sogenannte Lehrlingsgriff. In weiterer Folge wird diese Begrüßungsform dafür verwendet, um den Rang des Gegenübers festzustellen.

Geheime Nachrichten und Befehle hochrangiger Freimaurer – sie sind meist in Politik und Wirtschaft zu finden – sollen in Form von bestimmten Handzeichen und Gesten, abgebildet auf sogenannten Signalfotos über die Medien, verbreitet werden. Andere Freimaurer weltweit wissen diese Geste dann entsprechend zu deuten.

Bohemian Club

Der Bohemian Club wurde als privater Verein im Jahr 1872 in San Francisco, Kalifornien, gegründet. Der Club sticht durch seine hochrangigen Mitglieder, wie den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush oder den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt, hervor. Über dessen Teilnahme an „der größten Männer-Party der Welt“, dem Bohemian Grove, hatte 1982 der Spiegel berichtet. Der Club selbst sieht sich als „diskrete“, private Gesellschaft, weshalb es auch keine offizielle Mitgliederliste gibt. Die Eule gilt als Symbol für die Vereinigung. Einige Verschwörungstheoretiker sehen hier einen Zusammenhang mit dem Illuminatenorden, da auch dieser eine Eule als Symbol hatte, andere interpretieren die Eule als Moloch, einen Gott/Dämon dem laut Bibel Kinder als Opfer dargebracht wurden.

Skull & Bones

Die „Skull & Bones“ (Deutsch: „Schädel & Knochen) ist eine der wohl elitärsten Studentenverbindungen der Welt. Sie wurde im Jahr 1832 an der Universität in Yale gegründet. Mit diesem Geheimbund werden die bizarrsten Okkulte verbunden. So sollen die Kandidaten – es werden jedes Jahr 15 neue Studenten aufgenommen – in der Aufnahmezeremonie in einem Sarg liegen und Blut aus einem Schädel trinken! Eine Mitgliedschaft bei Skull and Bones gilt als Sprungbrett für eine Spitzenposition in Politik und Wirtschaft.

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Das Markenzeichen

Wikimedia Commons

Zu der Verbindung gehören zum Beispiel die ehemalige Präsidenten George W. Bush, dessen Vater George Bush, der amtierende Außenminister John Kerry, diverse US-Senatoren oder Direktoren der CIA. Die Mitgliederliste wurde bis 1970 in Zeitungen veröffentlicht. Alle Mitglieder sind auch HIER aufgelistet. Fakt ist, dass die Bonesmen, so nennen sie sich selbst, beim Eintritt in den Geheimbund einen neuen Namen annehmen und auch eine eigene Zeitrechnung haben. Ihr Markenzeichen sind zwei unter einem Schädel gekreuzte Knochen.

Illuminaten

Über kaum einen Geheimbund gibt es so viele Sagen und Legenden, als über die Illuminati (die Erleuchteten) – auch wenn sie offiziell nur zehn Jahre aktiv waren. Die Illuminaten wurden im Jahr 1776 im bayerischen Ingolstadt vom deutschen Philosophen Adam Weishaupt gegründet. Die „Veränderung der Welt“, die Entmachtung der Kirche und des Adels waren die Ziele der zunächst noch kleinen Gruppe.

Die Mitgliederzahl der Illuminaten wuchs schnell, acht Jahre nach der Gründung zählte der Orden rund 2.500 Mitglieder. Es wurde versucht, die absolutistische Herrschaft des Staates zu stürzen und den Staat unter die eigene Gewalt zu bekommen. Ausgeklügelte Personalpolitik und die Installation von Schlüsselpositionen sollten dabei helfen. Die Blütezeit währte jedoch nicht lange, längst hatten die Herrscher von dem Geheimbund gehört. 1785 schlug die bayerische Regierung zu: Der Bund der Erleuchteten wurde zerschlagen. Das Ende der Illuminaten war damit besiegelt – zumindest in der offiziellen Version. Anhänger flohen, Weishaupt gelang es, seine Schriften und Briefe nach Amerika zu senden, wo er um Aufnahme des Ordens bat. Dort sollen die Illuminaten bis heute aktiv sein.

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Die Illuminati-Pyramide auf der Ein-Dollar-Note.

iStock

Als „Beweis“ für die Existenz des Illuminati-Ordens bzw. als Zeichen der Illuminati wird immer wieder die ägyptische Pyramide mit dem „allsehenden Auge Gottes“ an der Spitze genannt, die auch auf der Ein-Dollar-Note zu finden ist. Unter der Pyramide ist der Schriftzug „NOVUS ORDO SECLORUM“ (Deutsch: Neue Weltordnung) zu lesen. Dies entspricht der Ideologie von Adam Weishaupt – eine Weltkontrolle durch die Kontrolle des Geldes. ODER: Geld regiert die Welt.

Die UFO-TheorieFliegende Untertassen, Geheimregierungen und Außerirdische

Erst 30 Jahre später beschäftigt man sich erneut mit dem Thema. Ufologen befragen damalige Zeugen und kommen zu dem Ergebnis, dass die Streitkräfte nicht nur im Besitz einer fliegenden Untertasse sind, sondern auch die toten Körper der Außerirdischen besitzen.

Mit einer Petition verlangten UFO-Anhänger im Jahr 1990 die Freigabe aller Akten zu UFOs und außerirdischem Leben von der US-Regierung. Vier Jahre später wird ein Untersuchungsbericht zum Roswell-Crash veröffentlicht, der jedoch klar am Absturz eines Wetterballons festhält.

Geheimdienstmitarbeiter packen aus

Der Druck auf die Regierung in den USA nahm seitdem jedoch nicht ab, ganz im Gegenteil, er wurde immer stärker. Angetrieben von mehreren UFO-Sichtungswellen führte der frühere Arzt und nun Ufologe Steven Greer im Jahr 2001 beim „Disclosure Project“ (deut. Enthüllungsprojekt) 21 ehemalige Mitglieder von Geheimdiensten, US-Airforce und US-Army zusammen, welche dann vor laufender Kamera angaben, während ihrer Dienstzeit Kontakt mit UFOs und Außerirdischen gehabt zu haben. Ziel war es, eine Anhörung vor dem amerikanischen Kongress zu erwirken. Medial erfuhr dieses Ereignis jedoch nur wenig Aufmerksamkeit, wodurch es zu keiner Anhörung kam. Videoaufnahmen von hüpfenden Lichtpunkten im Himmel durch militärische Jets drangen in den darauf folgenden Jahren an die Öffentlichkeit. Im März 2004 etwa filmte die mexikanische Luftwaffe elf scheibenförmige Flugobjekte in einer Formation. Weitere UFO-Sichtungen in Phoenix, Brasilien oder Belgien führen zur Freigabe vieler zuvor geheimen UFO-Akten einzelner Regierungen.

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UFO Sichtungen

Aliens: Sind sie bereits unter uns?

Ganz klar mit „Ja“ beantwortet Claus Gomig von der in Salzburg beheimateten Austrian Extraterrestrial Research Initiative (AERI) diese Frage. Doch welche Beweise gibt es dafür? Gerade aus dem mittelamerikanischen Raum tauchen immer wieder Bilder auf, die eine gänzlich unbekannte Spezies zeigen und die Wissenschaft vor Rätsel stellt. So zum Beispiel der „Atacama Humanoid“, dessen Herkunft auch nach einer Vielzahl medizinischer Tests noch immer nicht genau geklärt werden konnte.

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Der Atacama Humanoid

www.siriusdisclosure.com

Im Interview mit SALZBURG24 spricht Gomig von tausenden außerirdischen Spezies, die seit Menschen-gedenken die Erde besuchen, und kann einige sogar beim Namen nennen. Er spricht hier etwa von den Plejadiern (vom offenen Sternhaufen der Plejaden) oder den Andromedanern (vom Sternenbild Andromeda). Seit dem Zweiten Weltkrieg sei zudem eine Steigerung der Intensität der UFO-Sichtungen erkennbar. Gomig führt dies auf das Aufkommen nuklearer Waffen zurück.

Salzburg: Ein UFO-Hotspot

In Salzburg gilt der Untersberg für die UFO-Gemeinde als Hotspot. Auch hier gäbe es seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Anstieg der UFO-Aktivitäten. Gomig vermutet in diesem Bereich einen Dimensionseingang, den außerirdische Objekte für interdimensionale Reisen nutzen können. Der Berg im salzburgerisch-bayerischen Grenzraum ist schon seit langer Zeit ein Ort von Mythen und Legenden. Dies ließe sich auch auf das vermehrte Aufkommen von UFOs und Außerirdischen zurückführen.

Eine große, globale Verschwörung?

Im Bezug auf eine UFO-Verschwörung sieht Gomig nicht nur irdische Kräfte am Werk. Außerirdische sollen schon seit langer Zeit in Kontakt mit der Menschheit stehen, verschleiern jedoch ihre Anwesenheit durch die Zusammenarbeit mit Geheimregierungen, welche verdeckt hinter den offiziellen Regierungen arbeiten. An vorderster Front im Kampf um eine Aufklärung und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema UFOs und Außerirdische steht der bereits erwähnte Ufologe Steven Greer. Seit Jahren hält er Vorträge und führt Politiker, Militärs und Geheimdienstmitarbeiter zusammen. Eine Vielzahl hochrangiger Politiker hat sich diesbezüglich bereits geäußert, für Aufregung sorgten die Aussagen des früheren kanadischen Verteidigungsministers Paul Hellyer. Auch er erklärte, dass Außerirdische seit tausenden Jahren die Erde besuchen und auch bereits unter uns leben.

Das Thema UFO und Außerirdische geht weit über Roswell und geheime Militärbasen hinaus. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto umfassender werden die Ansichten. Auch Claus Gomig spricht im Interview von seinen eigenen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit diesem Thema. Für ihn machte anfangs vieles keinen Sinn, fügte sich jedoch später in eine passende Ansicht. Wie komplex die UFO-Theorie tatsächlich ist, zeigte der Besuch bei der AERI in Salzburg. Kornkreise, Pyramiden und eine alternative Entwicklung des Menschen in der Geschichte sind ganz klar Teil der Ansichten. Pyramiden beispielsweise sollten nicht nur weit älter sein als bisher angenommen, sie sollten zudem überall auf der Erde zu finden sein, unter anderem in Bosnien.

Die Pyramiden von VisokoVerschwiegene Sensation oder übermotivierte Hobbyforschung?

Spricht man über Pyramiden, denkt man ganz klar an Ägypten oder vielleicht auch noch an das südamerikanische Volk der Inkas, doch dass in Europa – genauer im bosnischen Visoko – die mit 220 Metern womöglich höchste Pyramide der Welt zu finden ist, lässt viele staunen.

In der Nähe der Stadt Visoko, knapp 30 Kilometer von Sarajevo entfernt, will der Forscher, Autor und Geschäftsmann Semir Osmanagic fünf pyramidenartige Bauten entdeckt haben, die vermutlich mehrere tausend Jahre alt sein könnten und von Menschenhand erbaut wurden. Die Formationen umschließen den Talkessel um Visoko, unterirdisch sollen sie mit einem Tunnelsystem verbunden sein.

Die Pyramiden von Visoko

Mit einem internationalen Team habe der gebürtige Bosnier, der in die USA emigrierte, an der Sonnenpyramide und in dem anschließenden Ravne-Tunnel Grabungen durchgeführt, verkündete Osmanagic Anfang des Jahres 2006. Im Zuge dessen stießen sie auf organisches Material, wie etwa ein Holzstück, das zwischen 30.000 und 34.000 Jahre alt sein soll. Auch die Humusbildung über der Pyramide lässt außergewöhnliche Schlüsse zu. Eine Schicht von bis zu einem Meter Humus legt nahe, dass die Formation seit rund 25.000 Jahren ohne Benützung oder menschliche Veränderung sei. Seither werden jährlich Grabungen in diesem Gebiet durchgeführt. Dabei stieß man auch auf K2, einen etwa acht Tonnen schweren Block aus Keramik, der auf einem Sockel liegt und auf dessen Oberfläche ein Relief der Umgebung um Visoko zu sehen ist.

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Der aus einer Keramikhülle bestehende Monolith „K2“. In seinem Kern befindet sich ein Kristall.

Gerhard Praher

Somit postuliert Osmanagic, dass vor vielen tausenden Jahren im Gebiet des heutigen Bosniens eine weitentwickelte Hochkultur gelebt haben muss.

Doch warum haben wir noch nie von europäischen Pyramiden gehört?

Einige der beteiligten Archäologen der Grabungen von 2006 sollen die Teilnahme im Nachhinein gar abgestritten haben, berichtete das Archäologische Institut Amerikas im Juni 2006. Auch die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wollte sich anfangs in die Untersuchung der möglicherweise höchsten Pyramide der Welt in Bosnien einschalten, hieß es im Juni 2006 von deren Direktor Koichiro Matsuura. Seit diesem Zeitpunkt gab es aber keinerlei weitere Information seitens der UNESCO in Bezug auf das Projekt. Auch auf der Homepage ließen sich im Juni 2014 keine Hinweise auf die Pyramiden von Visoko finden. Eines ist klar, laut offizieller Ansicht existieren die Pyramiden von Visoko als solche nicht.

Wie kann die Wissenschaft einen so relevanten Fund ignorieren?

Gerhard Praher, Mitinitiator von AERI (Austrian Extraterrestrial Research Initiative) vermutet hier eine klare Verschwörung dahinter.

„Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Gerhard Praher

Im Interview mit SALZBURG24 schilderte der Oberösterreicher einen wahrlichen Komplott, der hier stattgefunden haben soll und noch immer stattfindet. Der 49-Jährige war bereits zweimal selbst in Visoko vor Ort und ist überzeugt, dass es sich bei den Formationen um von Menschenhand geschaffene Pyramiden handelt. Warum die Wissenschaft diese Erkenntnisse aber ablehnt und die Pyramiden als natürliche Formationen abtut, ist für ihn ganz klar: Absprache und Verleugnung. „Von offizieller Seite wurde einfach beschlossen, dass die Bauten in Visoko keine Pyramiden sind“, ist er sicher. Wissenschaftler, die selbst vor Ort waren, wurden unter massiven Drohungen zur Meinungsänderung und auch zur Unterzeichnung der Petition gegen Osmanagics Bestreben gezwungen, berichtet Praher. „Denn würden die Pyramiden von Visoko als solche offiziell anerkannt, müsste die komplette Kulturgeschichte neu geschrieben werden – und es kann nicht sein, was nicht sein darf! Somit handelt sich in Visoko demnach um keine Pyramiden – obwohl es definitiv welche sind.“

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Auf der Spitze der Sonnenpyramide

Gerhard Praher

Daraufhin erzählt Praher von seiner eigenen Reise nach Bosnien im April 2014. Erstmals sei er auch über den recht abenteuerlichen Weg auf die Mondpyramide gefahren. Entlang dieser Stufenpyramide verlief während des Krieges die Frontlinie, so liegen hier auch noch zahlreiche scharfe Minen vergraben. Oben angekommen, stünde man auf einem Plateau, das ein kunstvolles Pflaster aufweise. Offiziellen Meinungen zufolge handle es sich hierbei um das Werk der Römer. Doch die Römer bauten großteils mit Granit, auf der Plattform wurde aber Sandstein verwendet und für eine natürliche Bildung sei das Pflaster zu kunstvoll und ebenmäßig, ist Praher überzeugt.

Zudem ist der Pyramiden-Interessierte – „Experte bin ich keiner!“ – sicher, dass die Sonnenpyramide von einer früheren Hochkultur zur Energiegewinnung gebaut wurde. Unterhalb dieser Formation befände sich eine Metallplatte, weiters seien abwechselnd je zwei Meter Erde und 85 Zentimeter Beton geschichtet. Nach der Piezo-Methode – durch Druckausübung – soll hier also Energie gewonnen worden sein. In der heutigen Zeit haben wir keine Technologie, die die Energie der Pyramiden nutzen kann. War dies einer früheren Hochkultur dennoch möglich?

Das Fundament der 190 Meter hohen Mondpyramide besteht aus einer 50 Meter dicken Betonplatte. Wurde der Beton nicht erst von den Römern „erfunden“, fragen sich nun vielleicht ein paar Kenner? Warum kann der Beton in Visoko aber auf ein Alter von etwa 25.000 Jahren datiert werden? Er weist sogar eine bessere Qualität als unser heutiger Stahlbeton auf, fügt Praher hinzu. Die Wasserdurchlässigkeit pro Quadratmeter beträgt bei diesem zwischen drei und vier Liter, beim Visoko-Beton lediglich 1,1 Liter. Wie konnte damals das Material derart verdichtet werden? Das muss leider an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Ein leichter Zweifel und ein fahler Nachgeschmack an der offiziellen Version über die Pyramiden Visokos bleiben dennoch zurück.

Um zur Energie der Sonnenpyramide zurückzukehren, müssen die Ergebnisse von Triester Forschern angeführt werden. Diese stellten einen „Energiestrahl“ fest, der aus dem Gipfel der Sonnenpyramide austritt. Die Energiequelle liege etwa 2,4 Kilometer unter dem Berg. Gerhard Praher spricht hier von einer Art Kristall, der die Energie freisetze und in Richtung Weltall strahle. „Direkt auf der Spitze wurde einigen von meiner Truppe und auch mir schwindelig. Wir haben das dann getestet und sind immer wieder hinauf. Der Schwindel kam erneut.“, schildert der 49-Jährige. Auch technisch sei die Energie hier messbar. „Der Wert kommt dem eines Ultraschalls gleich, etwa 28 Kilohertz“.

Entdecker Semir Osmanagic besteht trotz offiziellen Widerspruchs darauf, dass sein Team mittels Satelliteneinsatz bei Ausgrabungen und Erkundungen Besonderheiten entdeckt hätte, die nicht natürlich, sondern von Menschenhand erbaut worden seien.

Ebenso versichert Gerhard Praher, nicht zum letzten Mal in Visoko gewesen zu sein. Trotz der Hochwasserkatastrophe in der Balkanregion werden die Grabungsarbeiten demnächst weitergehen. Der etwa 2,9 Kilometer lange Ravne-Tunnel, welcher zur Sonnenpyramide führt, liege rund 20 Meter unterhalb der Erde, sei bereits auf rund einem Kilometer freigeräumt.

„Das riskiert niemand.“ Gerhard Praher

Auch dortige Funde, die eindeutig datierbar seien, haben die Wissenschaft noch nicht umstimmen können. „Aber vielleicht geht das auch nicht mehr. Zögen die offiziellen Stellen ihre Ablehnung in Bezug auf Visoko zurück, würden vermutlich jegliche ihrer Aussagen in Frage gestellt. Das riskiert niemand.“, schließt Praher.

Eines bleibt aber unbestritten, ob die Pyramiden nun wissenschaftlich als solche anerkannt werden oder nicht, der Tourismus in der bosnischen Region nahe Sarajevo boomt auf jeden Fall. Hinweisschilder führen Reisende aus allen Richtungen zur Pyramide der Sonne, der des Mondes, der des Drachen, jener der Erde und der Pyramide der Liebe. Die Souvenirläden in der Umgebung sind ebenfalls auf den gewinnbringenden Zug aufgesprungen. Sie bieten zahlreiche Darstellungen der Pyramiden zum Kauf an.

Auch die österreichische Landschaft zieren Pyramiden – nicht gewusst?

Flug MH370

Vor nicht einmal einem Vierteljahr – am 8. März 2014 – verschwand der Flug MH370 der Malaysia Airlines. Die Boeing 777-200 sollte von Kuala Lumpur nach Peking fliegen, kam dort aber nie an. Gegen 01:30 Uhr Ortszeit – nur eine Stunde nach dem Abheben – verschwand der Flieger vom Radar. Seitdem ist das Flugzeug mitsamt seinen 239 Passagieren verschwunden. Es wurde kein SOS-Hilferuf abgesendet, der Funkverkehr war deaktiviert.

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Es gab keine Schlechtwetterfront, das Flugzeug wurde nur einen Monat vorher – im Februar 2014 – einem Qualitätscheck unterzogen und wies keine Mängel auf. Zunächst gingen die zuständigen Behörden davon aus, dass der Flieger im Golf von Thailand abgestürzt war. Ein wenig später wurde bekannt, dass das Flugzeug den Kurs gewechselt und weitere vier Stunden lang Signale an einen Satelliten gesendet hat. Die eingesetzten Ermittler gehen derzeit von einem Absturz im südlichen Indischen Ozean aus. Eine Suchtaktion wie diese gab es bisher noch nie in der Geschichte – 26 Länder sind an der Suche beteiligt! Trotz aufwändigster Methoden im Über- und Unterwasserbereich ist es nicht gelungen wenigstens vereinzelte Wrackteile zu bergen. Auch der Flugschreiber („Black Box“) wurde nicht gefunden. Dieses Gerät zum Aufzeichnen der Aktivitäten im Cockpit sendet knapp 30 Tage nach einem Absturz Signale, die in einem kleineren Umkreis geortet werden können. Außerdem berichteten Angehörige, dass sie nach dem Absturz noch ihre Ver- und Bekannten auf ihren Handys angerufen haben. Das Kuriose: Es gab ein Freizeichen, die Handys haben geklingelt.

Das ist die Faktenlage.

Wie kann ein Flugzeug spurlos verschwinden? Warum werden keine Trümmerteile im Ozean gefunden? Warum kann man Handys orten, aber keine Boeing? Dieses Thema ist hochaktuell und wird dementsprechend viel im Internet, aber auch im alltäglichen Leben diskutiert. Es gibt unzählige verschiedene Ansichten. Die am ehesten glaubhafteste ist, dass die Stromverbindungen im Flugzeug durch einen Kabelbrand ausgefallen sind. Dadurch werden auch Ortungsmöglichkeiten und der Funkverkehr deaktiviert. Ein Absturz des Flugzeugs ist die Folge.

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APA/EPA/AUSTRALIAN DEFENCE DEPARTMENT

Mittlerweile planen Verwandte der Vermissten eine Belohnung für Insider-Informationen auszuloben – sie soll rund 3,7 Millionen Euro betragen. Das Geld soll durch eine Spendenkampagne auf einer Crowdfundig-Website gesammelt werden.

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Der erste Verdacht viel auf zwei iranische Passagiere. Sie sind mit je einem italienischen und österreichischen Pass am Flughafen in Kuala Lumpur eingecheckt. Doch der Terrorverdacht wurde schnell ad acta gelegt. Beide Pässe sind vor einem bzw. zwei Jahren in Thailand gestohlen worden. Interpol identifizierte die zwei Männer später als zwei Iraner. Behörden und Experten gehen davon aus, dass beide als illegale Immigranten auf dem Weg nach Europa waren. Es hat sich bisher auch noch keine Terrorgruppe zu einer etwaigen Entführung bekannt gegeben. Es gibt im Zuge einer Entführungs-Theorie noch einen weiteren Verdacht: Das Flugzeug könnte auf der Insel Diego Garcia gelandet sein – auf der Insel im Indischen Ozean befindet sich ein US-Luftwaffenstützpunkt. Mitte März hat das deutsche Nachrichten-Portal „Deutsche Wirtschafts-Nachrichten“ einen Artikel veröffentlicht, in dem der Verdacht geäußert wurde, dass das vermisste Flugzeug möglicherweise auf der Insel gelandet sein könnte. Begründet wurde dies damit, dass auf den Rechnern der Piloten der Maschine Flugsimulationsprogramme gefunden wurden, auf denen Landebahnen der Insel eingespeichert waren. Mit diesen Simulatoren üben Piloten Start- und Landemanöver auf neuen Flugplätzen und Landebahnen.

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APA/EPA
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APA/EPA

Der freie Journalist Jim Stone hat wenig später einen Artikel veröffentlicht, dass ein Passagier vom Flug MH370 knapp zwei Wochen später eine SMS an einen (bisher) unbekannten Empfänger versendet hat. Es handelt sich dabei um Philip Wood. Er schrieb, dass er von unbekanntem Militärpersonal gefangen gehalten wird. Mittels Spracherkennung hat er eine Nachricht sowie ein Foto versendet. Auf dem Foto ist nichts zu erkennen. Erklären würde sich das durch die Dunkelheit in einer Zelle erklären lassen. Sein Handy hatte er übrigens in seinem After versteckt, sodass es ihm die Wachen nicht abnehmen konnten, heißt es.

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APA/EPA

Die auflagenstärkste Zeitung in den USA – das ‚Wall Street Journal‚ – hat einen nichtgenannten Mann zitiert, der früher ein hochrangiger US-Beamte gewesen sein soll. Er habe bei einem Briefing mit einem Offiziellen erfahren, dass sich die Ermittler mittlerweile mit einer Entführung des Flugzeugs beschäftigen, so die Zeitung. Demnach könnte die Boeing gekapert und an einem unbekannten Ort zwischengelandet worden sein. Dort könnte man die Insassen verschwinden lassen haben oder als Geiseln festhalten. Zudem könnte ein neuer Transponder, mit gefälschten Informationen über Herkunft und Ziel, eingebaut werden, so die Theorie. Anschließend würde die Boeing getarnt als reguläre Verkehrsmaschine wieder in den Luftraum eintreten und beispielsweise einen Anschlag in den USA verüben können.

Der britische ‚Telegraph‚ will aus gut informierten Quellen erfahren haben, dass die Ermittler auch über einen Selbstmord vom Piloten nachdenken. Laut einem Insider werde angenommen, es sei ein „absichtlicher Akt von einem an Bord gewesen, der die nötigen Kenntnisse dafür hatte“. Es gab anschließend viele Medienberichte, die über emotionale und familiäre Probleme des Familienvaters berichteten. Der amerikanische Fernsehsender CNN berichtete, dass sich 20 Mitarbeiter der texanischen High-Tech-Firma Freescale Semiconductor an Board des Fluges MH370 befanden. Die Firma ist führender Hersteller von Mikroprozessoren, Computer- und digitalen Sendesystemen. Das sind in etwa die Systeme, die man braucht, um ein Flugzeug von allen Radarschirmen verschwinden zu lassen.

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APA/EPA

Zugegeben, diese Theorie ist etwas abstrus. Aber wenn man sich erst einmal intensiv mit der Thematik beschäftigt, scheint das plötzlich gar nicht mehr so abwegig.

Vielleicht wurde das Flugzeug von Unbekannten entführt und eine Nation – sei es die USA, Russland, China oder sonst wer – hat es vom Militär inoffiziell abschießen lassen. Vielleicht sollte ein Anschlag auf China oder Hongkong verübt, Informationen und anderes Hochbrisantes geschmuggelt werden. In Tagen der NSA-Enthüllungen durch Edward Snowden scheint vieles gar nicht mehr so abwegig – erschreckend wie es ist.

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APA/EPA

Ein technisch besonders fixierter junger Mann hat mit einer öffentlich zugänglichen Echtzeit-Positionsdarstellung von Flugzeugen das Verschwinden von MH370 beobachtet. Auf Youtube veröffentlichte er ein Video, in dem er erklärt, auf dem Radarschirm sei – ganz in der Nähe der verschollenen Boeing – ein Ufo zu sehen. „Die Radar-Wiederholung ist nicht nur rätselhaft, sondern sie zeigt deutliche Anomalien“, heißt es. Das Video wurde bereits über 600.000 Mal angeklickt.

John F. KennedyEin Attentat verändert die Welt

Über kaum ein Attentat auf Politiker gibt es mehr Spekulationen, als über die Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. War es ein Attentat der Mafia¸ eine Verschwörung der CIA, ein Auftragsmord von Fidel Castro oder anderer mysteriöser Gegner? Der Mord an Kennedy war die Geburtsstunde der Verschwörungen und bis heute gibt es die wildesten Theorien.

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Vor über 50 Jahren fielen die Schüsse, die den 35. US-Präsidenten John F. Kennedy tödlich trafen. Zu diesem Zeitpunkt war er gemeinsam mit seiner berühmten Ehefrau Jackie und dem texanischen Gouverneur Conally auf Wahlkampf-Tour in Dallas. Viele tausende Schaulustige bejubelten am Straßenrand den Präsidenten, als er im offenen Cabrio von den tödlichen Kugeln getroffen wurde.

Sofort danach hieß es, dass die Schüsse aus einem Bürogebäude in unmittelbarer Nähe des Tatorts abgefeuert wurden.

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Attentat Kennedy

APA

Den vermeintlichen Todesschützen Lee Harvey Oswald präsentierte die Polizei schon nach circa einer Stunde. Dieser bestritt allerdings, Kennedy ermordet zu haben und bezeichnete sich als „unschuldigen Sündenbock“.

„I’m just a patsy!“ Lee Harvey Oswald

Dieser Meinung sind bis heute viele Amerikaner, Fachleute und Verschwörungstheoretiker. Die meisten glauben, dass Oswald ohne Hilfe nie eine der mächtigsten und bestbewachten Persönlichkeiten der Welt hätte töten können. Dazu kommt, dass der Tatverdächtige nur zwei Tage nach seiner Festnahme selbst unter zwielichtigen Umständen von dem Nachtclub-Besitzer Jack Ruby ermordet wurde. Die Mehrheit der Amerikaner glaubt seitdem laut einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2003 an einen Auftragsmord der Mafia oder eine Verschwörung der CIA. Außerdem werden Kennedys Vize-Präsident und Nachfolger Lyndon B. Johnson, der kubanische Diktator Fidel Castro und die Sowjetunion als mögliche Auftraggeber verdächtig.

„Die Spielchen der Mafia“

Die Mafia wird besonders deshalb als „Drahtzieher“ des Attentats gesehen, weil Präsident Kennedy zusammen mit seinem Bruder, dem damaligen Justizminister Robert Kennedy, die Mafia stark bekämpfte und unter Druck setzte. Diese Theorie wurde nochmals bestärkt, als Robert Kennedy ebenfalls unter mysteriösen Umständen ermordet wurde.

„Die böse CIA“

In fast allen Verschwörungstheorien spielt außerdem die CIA eine zentrale Rolle. Die Annährung Kennedys an Kuba, die zahlreichen Affären von Kennedy und seine starke Medikamenten- und Drogenabhängigkeit waren der konservativen CIA ein „Dorn im Auge“. Vor allem die gesundheitlichen Probleme wurden von der CIA penibel vertuscht, da sie nicht zum Image des jüngsten und dynamischsten US-Präsidenten aller Zeiten gepasst hätten. Da ein dauerhaftes Einnehmen und Spritzen von Antispastika, Testosteron, Steroide und auch Amphetamine, also Speed der Öffentlichkeit nicht für immer verborgen bleiben konnte, liegt es laut Enthüllungsautor Christopher Andersen nahe, dass die CIA beim Attentat auf Kennedy, ihre Finger im Spiel hatte. Verdächtig war vor allem der Umstand, dass mit Allen Dulles ein ehemaliger CIA-Chef an den Ermittlungen teilnahm und nach Kräften die Spurensuche in Richtung CIA blockierte. Außerdem wurde die CIA wiederholt mit dem mysteriösen Tod der angeblichen Kennedy-Geliebten Marilyn Monroe in Verbindung gebracht.

Nach einigen Verschwörungstheorien soll aber Fidel Castro den Befehl zu Kennedys Ermordung gegeben haben, als Vergeltung für die zahlreichen Mordversuche, die CIA und Mafia gemeinsam gegen seine Person zu verantworten hatten.

Viele Indizien deuten darauf hin, dass dieses Attentat nicht von einem Einzeltäter begangen wurde. Auch die Verletzungen weisen laut Experten darauf hin, dass nicht nur aus einer Richtung geschossen wurde. Auch das Zurückziehen der Personenschützer aus der unmittelbaren Nähe des Präsidenten, erweckt den Verdacht, dass es sich auch dabei nicht um einen unglücklichen Zufall gehandelt haben kann.

Sicher ist nur, wer auch immer die Schüsse auf Kennedy abfeuerte, hatte in diesem Moment freies Schussfeld. Ob Kennedy einem Einzeltäter oder einer Verschwörung zum Opfer gefallen ist, wird wohl nie vollständig aufgeklärt.

Die Schwarze Seele von Big PharmaErschreckende Machenschaften hinter bunten Pillen

Ist AIDS nur eine Erfindung? Oder gar eine Biowaffe? Können Marillen Krebs heilen? Wollte die Pharmaindustrie mit dem Schweinegrippevirus Massenmord begehen? Wir wagen einen Blick in die möglicherweise „schwarzen Seele“ von Big Pharma.

Grund zur Paranoia?

Herr Mustermann hat Kopfweh. Er geht ins Badezimmer, öffnet den Arzneischrank, nimmt eine Tablette dagegen. Ganz alltäglich.

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epa

Merck & Co muss 2004 eine Millionenstrafe zahlen, weil das als „Superaspirin“ angepriesene Schmerzmittel „Vioxx“ Herzinfarkte auslöst. Nicht alltäglich. Großbritanniens größter Pharmakonzern, GalaxoSmithKlein, wird beschuldigt Ärzte in China und Polen bestochen zu haben. Im Juli 2012 wird der Pharmariese Pfizer verklagt. Der Konzern habe eine günstigere Variante des cholesterinsenkenden Mittels „Lipitor“ zurück gehalten. Im Jahr zuvor verklagen Abnehmer den Konzern, für dasselbe Vergehen. Es ging um das Antidepressivum „Effexor“.

Solche Vorkommnisse bieten einen fruchtbaren Boden für Verschwörungstheoretiker und jene, die der modernen Medizin skeptisch gegenüber stehen. Sogar Hollywood beschäftigt sich mit dem Thema, wie etwa in dem Film „Der ewige Gärtner“, in dem Pharmafirmen neue Medikamente an Afrikanern testen.

SALZBURG24 hat sich für euch die erschreckendsten Theorien angesehen.

Die AIDS-Lüge

Das AIDS Virus beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrzehnten und es ranken sich bis heute Zweifel um die Krankheit. Der deutsch-russische Biologe Jakob Segal behauptet 1987 AIDS sei nicht in Afrika vom Affen auf den Menschen übergegangen, sondern wurde im US-Labor Ford Detrick als Biowaffe entwickelt. Von den USA wird prompt eine Gegenverschwörung vermutet. Segal sei ein Agent des KGB. Sogar die Stasi kommt in der Theorie rund um die AIDS-Herkunft vor.

Menschen sind aus Geschichten gemacht, nicht aus Atomen.

Die meisten Zweifel rund um AIDS beschäftigen sich allerdings damit, wovon es ausgelöst wird. Man nennt es die AIDS-Leugnungs-Theorie. Die Kernaussage: Das HIV-Virus verursacht AIDS nicht und die Behandlung gegen HIV mache die Patienten nur kränker. Zudem profitiere die Pharmaindustrie von den neuen Tests und Medikamenten für HIV-Patienten. Das Virus sei noch nie wissenschaftlich bewiesen worden, meint Wissenschaftler Peter Duesberger. Das „Centers for Disease Control“ (CDC) habe die Angst vor AIDS künstlich aufgebaut, erklärt Chemie-Nobelpreisträger Kary Mullis im Interview in der Dokumentation „Die AIDS-Lüge“.

People are made of stories, not atoms. Peter Duesberger

Am Beginn der 80er sei AIDS ein gefundenes Fressen, um weiterhin Mittel vom Staat zu beziehen. „Sie hofften, dass es eine neue Seuche geben würde, denn Polio war vorbei und das Budget des CDC wurde stark gekürzt“, so Mullis. Im CDC kursieren Memos in denen steht „Wir müssen eine neue Seuche finden“.

Altbekannte Krankheiten würden unter dem Begriff AIDS zusammengefasst. Je breiter die Definition, desto höher die Zahl der Betroffenen und desto höher die zur Verfügung gestellten Mittel.

Chemo bringt mehr Geld als Heilung

Krönung dieses Raubtierkapitalismus von Big Pharma auf dem Rücken der Menschheit ist, laut einigen Bloggern im Internet, die zurückgehaltene Heilung für Krebs. Chemotherapie und die Behandlung der Symptome von Krebs bringen mehr Geld, als die Krankheit ganz zu heilen. Damit würde eine Geldquelle versiegen. Es kursieren auch Gerüchte, dass Krebs nichts anderes sei, als ein Vitaminmangel und durch das Essen von rohem Gemüse oder bestimmten Früchten vermieden oder geheilt werden kann. Vor allem das Vitamin B17, das vor allem in Marillenkernen vorkommt, sei ein echter „Krebs-Killer“.

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Starb Steve Jobs an einer heilbaren Krankheit?

dpa

Das Misstrauen gegenüber der Medizinindustrie und der Regierung geht sogar so weit, dass Chemotherapie die Patienten noch kränker macht, genau wie AIDS-Medikamente. Dahinter steht die streitbare Logik, dass die meisten Menschen während der Behandlung sterben.

Gegner der Krebs-Lüge argumentieren, man hätte Berühmtheiten wie Steve Jobs nicht an einer heilbaren Krankheit sterben lassen.

Massenmord durch Schweinegrippe

Sind AIDS und Krebs also nur Geldmacherei? Ein weit schlimmerer Vorwurf besteht im Bezug auf die Schweinegrippe: Versuchter Massenmord.

Eine prominente und stichhaltige Kritik, die damals sogar vom Europarat unter die Lupe genommen wird, ist eine unnötige Panikmache der Pharmariesen rund um die Schweinegrippe, um mehr Impfstoffe zu verkaufen. In Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird 2009 eine Pandemie heraufbeschworen, um die Staaten dazu zu bewegen Unmengen an Atemschutzmasken und Impfstoffen zu kaufen.

Damit aber nicht genug. Der Arzt Gerhard Buchwald ist davon überzeugt, dass die Schweinegrippe aus dem Labor des CDC kommt, dass Impfen krank macht und sogar dumm.

Auf die Spitze treibt es dann die Journalistin Jane Bürgermeister. Sie verklagt 2009 den Pharmakonzern Baxter, die WHO und einige hochrangige österreichische Politiker wegen versuchtem Massenmord mit dem Schweinegrippevirus. Unter den Beschuldigten auch Bundeskanzler Werner Faymann, FPÖ-Chef Strache, Standard-Gründer Oscar Bronner und Christian Rainer vom profil. Der Grund: Die Eliten wollen gemeinsam mit der Pharmaindustrie die Weltbevölkerung auf ein erhaltbares Maß verkleinern.

>> Anklage wegen versuchter Massenmordes durch den Schweinegrippevirus <<

Der Amerikanischer Musiker Mike Adams (Der Gesundheits-Ranger) protestiert sogar in einem Lied gegen Schweinegrippe-Impfungen. Der Refrain: „Don’t inject me, don’t infect me“.

Die Selbstverschuldete Unmündigkeit

Ob wirre Verschwörungstheorie oder berechtigter Zweifel, die Pharmaindustrie ist immer wieder Vorwürfen dunkler Machenschaften ausgesetzt. An dieser Stelle wollen wir nicht verschweigen, dass auch die Redaktion bei der Recherche den ein oder anderen Paranoiden Moment durchlebte. Man mag den Verschwörungstheoretikern glauben oder nicht, Skepsis ist jedem erlaubt und sie muss vor der Medizin nicht halt machen. Das ist nun kein Aufruf, sich nicht mehr Impfen zu lassen oder Angst vor einer Bioattacke mit AIDS-Viren zu schüren, sondern ein Appell an den kritischen Verstand und die Neugier.

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Immanuel Kant

Die Geheimnisse des VatikanSchatten über dem kleinsten Staat der Welt

Bis heute gilt dieser Fall als einer der größten Mysterien des Vatikan. Der Tod von Papst Johannes Paul I. im Jahre 1978. Jenes italienischen Papstes, dessen Amtszeit eine der kürzesten in der Geschichte der Kirche werden sollte. Doch auch die geheimen Briefen aus dem Büro des Heiligen Vaters oder die Machenschaften der Vatikanbank (IOR) haben den Vatikan in den letzten Jahrzehnten immer wieder in ein schiefes Licht gerückt. Wie weit aber liegen Wahrheit und Glaube auseinander? Eine Spurensuche im kleinsten Staat der Welt.

Jahrhundertelang war der Vatikan eine machtvolle Institution. Päpste standen für Prunk und Pracht. Doch das II. Vatikanische Konzil, das vor 50 Jahren begann, brach diese verkrusteten Strukturen auf. Der freundliche Albino Luciani mit der schlichten Brille schien für eine erneuerte Kirche zu stehen: Bescheidenheit statt Pomp. Güte statt Strenge. Transparenz statt Machtfülle. Albino Luciani war der Papst, der lächelte – für 33 Tage.

Am 26. August 1978 trat der italienische Arbeitersohn aus dem Veneto sein Amt auf dem Heiligen Stuhl an und starb nur 33 Tage später. Offiziell gilt ein Herzinfarkt als Todesursache. Doch wo blieb der Beweis? Schnell verbreiteten sich die Gerüchte, der Papst sei umgebracht worden, weil er die Kurie reformieren wollte, weil er aufräumen wollte mit den dunklen Geschäften der Vatikanbank. Auch von umfassenden Reformplänen für die katholische Kirche war die Rede. Beweise für ein Verbrechen fehlen bis heute. Menschen, die an einen Mord glauben, weisen aber darauf hin, dass es keine Obduktion gegeben hatte und dass einige Gegenstände aus dem Umfeld des Papstes verschwunden waren.

Woran er also gestorben ist, darüber wurde in den Jahren nach seinem Tod heftig spekuliert. Vielleicht starb er wirklich an der Überforderung seines Amtes, oder doch am Gift, das ihm seine Vertrauten verabreichten? Weder der Zeitpunkt noch die Ursache seines Todes stehen zweifelsfrei fest. Unklar ist überdies, ob die Kurienkardinäle eine heimliche Autopsie anordneten oder ob sie, wie ebenfalls spekuliert wird, gar die Bestatter noch vor dem Arzt zu dem Leichnam riefen.

Für Verschwörungstheoretiker liefert dieser Fall jedenfalls Stoff genug. Vor allem, weil der Vatikan schon damals von geheimen Machenschaften rund um die Vatikanbank erschüttert worden war. 1984 veröffentlichte David A. Yallop sein viel beachtetes Buch „Im Namen Gottes?“. Auch er glaubte, Johannes Paul I. sei nicht aus natürlichen Gründen aus dem Leben geschieden. „Der Kandidat Gottes musste sterben“, heißt es am Ende des Buches, das sich ausführlich den Intrigen in der Kurie und den angeblich verbrecherischen Machenschaften der Vatikanbank und der Geheimloge P2 widmet.

Offenbar war es vielen Personen ein Dorn im Auge, dass Papst Johannes Paul I. die Vatikanbank reformieren wollte. Einem Komplott aus Freimaurern, Mafia-Mitgliedern im Kirchenstaat sowie dem damaligen Direktor der Vatikanbank, Erzbischof Paul Marcinkus, soll Papst Johannes I. schließlich zum Opfer gefallen sein. Eben jener Marcinkus hatte einmal formuliert.

„Man kann die Kirche nicht alleine mit Ave Marias führen!“ Erzbischof Paul Marcinkus

Die Vatikanbank hatte sich in den 1970er Jahren unter der Führung Marcinkus‘ in viele Affären verstrickt, bei denen es um Mafiagelder, schwarze Kassen und Steuerparadiese ging. Roberto Calvi etwa, damaliger Chef der Banco Ambrosiano verschob dank seiner guten Beziehungen zum Heiligen Stuhl Gelder für die Vatikanbank und wurde 1982 unter einer Londoner Brücke erhängt aufgefunden.

Während der Untersuchung der Unregelmäßigkeiten im Banco Ambrosiano fand man heraus, dass Calvi und seine Helfer mehr als 200 „Geisterbanken“ gegründet hatten, Geldinstitute, die nur in seinen Büchern existierten, aber ein Labyrinth der Verwirrung schufen für die, die versuchten, zum Kern dieser Verschwörung vorzudringen. Eine echte Bank, Cisalpina auf den Bahamas, von Calvi und Erzbischof Marcinkus verwaltet, war anscheinend tief darin verstrickt, Kokaingelder aus Lateinamerika mit Hilfe der World Finance Corporation in Miami zu waschen.

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AP Photo

Zeitweise konnte Marcinkus den Vatikan nicht verlassen, da es einen Haftbefehl gegen ihn gab. Die Vatikanbank zahlte 241 Millionen US-Dollar als Entschädigung an 120 Gläubiger der bankrotten Privatbank – „in Anerkennung moralischer Mitbeteiligung“, wie der Heilige Stuhl verlauten ließ.

Nach dem Tod von Albino Luciani mussten die Kardinäle aus aller Welt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres nach Rom kommen. Sie wählten erstmals seit Jahrhunderten einen Nicht-Italiener zum Kirchenoberhaupt. Karol Wojtyla aus Polen blieb deutlich länger auf dem Stuhl Petri – mehr als 26 Jahre lang.

Die Machenschaften der „Vatikan AG“

vaticano

www.gianluiginuzzi.com

Erst als der italienischen Investigativjournalist Gianluigi Nuzzi 2009 mit seinem Buch „Vatikan AG“ aufdeckte, dass im Vatikan in den 1990er Jahren in größerem Stil schmutziges Geld gewaschen wurde, kam der Stein wieder ins Rollen. Wie nie zuvor brachte er die Machenschaften im kleinsten Staat der Welt derart an die Öffentlichkeit. Ein zweites Buch „Seine Heiligkeit. Die geheimen Briefe von Papst Benedikt XVI.“ folgte.

Ein gewisser Monsignore Renato Dardozzi hatte Nuzzi die geheimen Papiere aus dem Inneren des Vatikan zugänglich gemacht. Sie wiesen Ströme von Schmiergeldern, die durch die Vatikanbank IOR geschleust wurden, nach. Demnach besaß der 2001 wegen Zusammenarbeit mit der Mafia verurteilte Bürgermeister von Palermo, Vito Cianciminio, mehrere unter Tarnnamen geführte Konten und Schließfächer bei der Vatikanbank. Ein fruchtbares Spiel für beide Seiten. Experten schätzen das Kapital der Vatikanbank auf bis zu zwölf Milliarden Euro.

Zwar versuchten Papst Benedikt XVI. und sein Nachfolger Papst Franziskus mittlerweile einen Reformkurs einzuleiten, die Vergangenheitsbewältigung ist allerdings mühsam. 2013 platzte dann auch noch der Skandal um Nunzio Scarano. Der Prälat und frühere Rechnungsprüfer der vatikanischen Güterverwaltung Apsa wurde im Juni 2013 festgesetzt und in seiner Heimatstadt Salerno unter Hausarrest gestellt. Er soll einen Geheimagenten damit beauftragt haben, 20 Millionen Euro Schwarzgeld in einem Privatflugzeug von der Schweiz nach Italien zu schmuggeln. Es ist war der bislang letzte Fall in den Spekulationen über den Kirchenstaat. Und wahrscheinlich nicht der letzte…

3 Comments

  1. Sebastian 16. Juni 2014 at 14:37

    Interessanter Artikel!

  2. Kiki 18. Juni 2014 at 13:58

    Ich wusste es, dass das Thema irgendwann mal richtig auf den Tisch gelegt wird!
    Verschwörungstheorie hin oder her, das meiste stimmt, leider Gottes! Alles hat seinen Plan, alles wurde geplant, man kann es so sehen, dass die ganze Verschwörungspartie unser Schicksal ist, was wir erleben müssen und für was wir bestimmt sind. Wir sind nur kleine Männchen, die die das ganze Leben dafür schei**en müssen, um Geld zu verdienen und das nicht weit mehr für sich selbst.

  3. Tobi 5. November 2018 at 18:23

    bin grade so sprachlos dass ich das auf S24 lese….. zu geil, weiter so!
    Nie das Hinterfragen aufhören und das blinde Vertrauen ausschalten!

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